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Rezension: Mission Afrikakonferenz – Tatort Berlin

Mission Afrikakonferenz: Tatort Berlin von [H. G. Schulz]

Mission Afrikakonferenz: Tatort Berlin 

von H. G. Schulz

Inhalt

Berlin 1885
Afrika wird auf der Afrikakonferenz unter den Industrienationen aufgeteilt.

Berlin heute
Niam, ein junger Kongolese, hat sich durchgeschlagen. Im Gegensatz zu Hunderttausenden anderer Afrikaflüchtlinge hat er eine Mission: Er sucht in Berlin Gerechtigkeit für seinen geschundenen Kontinent.

Als Asylant überwindet Niam auf seinem Weg alle Rückschläge. Ja, er setzt sogar seine neu gewonnene sichere Existenz aufs Spiel – alles für dieses eine Ziel. Wird es ihm gelingen? Gibt es eine zeitgemäße Antwort auf die Kolonisierung des Kontinents?

H.G. Schulz greift ein brisantes Thema auf: Das Verständnis für das damalige Unrecht und die Notwendigkeit eines Neuanfangs in den Beziehungen der Nachbarkontinente.

Meine Meinung

Mit seinem Buch “ Mission Afrikakonferenz: Tatort Berlin “ hat es Autor H.G Schulz auf die Shortlist des tolino Media Newcomerpreis geschafft. Wie ich persönlich finde, völlig zu Recht.

Niam Mutombo, ein junger Kongolese, der nach dem Tod der Eltern vom Onkel aufgezogen wurde, wird von diesem gut vorbereitet, auf eine Mission geschickt. Sein Ziel: Deutschland, genauer gesagt Berlin. In Berlin soll Niam für das Recht auf eine neue Afrikakonferenz kämpfen….

Die Geschichte startet mit einer Gerichtsverhandlung, in der sich Niam verantworten muss. Weshalb der junge Kongolese jedoch vor Gericht steht, erfährt der Leser erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Niams Flucht:

Ein langer und beschwerlicher Weg liegt vor dem jungen Mann, viele Etappen gilt es zu überwinden. Jeder Schritt ist bis in kleinste Detail vorausgeplant. Der Schreibstil ist flüssig und lässt viel Raum für eigene Gedanken und Gefühle. Oftmals saß ich minutenlang da, gefangen in einer Szene, die mich nachdenklich gestimmt hat. Der Autor pflanzte mir Bilder in den Kopf, die sich festgesetzt haben. Deutlich wird auch, was sich in den Flüchtlingslagern abspielt, jeder ist sich selbst am nächsten , kaum einer nimmt Rücksicht auf den anderen. Auch die psychischen Auswirkungen bringt der Autor sehr gut zur Geltung. Geprägt durch die Flucht, das warten auf den Asylantrag und der Fremdenhass, welcher Niam entgegenschlägt, gehen nicht spurlos an einem vorüber, und machen deutlich, welch eine mentale Stärke Niam besitzen muss, um nicht abzurutschen in ein Leben als krimineller.

Ein Roman, der es zurecht auf die Shortlist geschafft hat. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und klare Empfehlung.

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Hallo und herzlich willkomen auf meiner Seite, mein Name ist Susanne, ich bin Baujahr 1973, lebe in Baden Würrtemberg und bin eine Leseratte durch und durch. Auf meiner Seite möchte ich euch meine gelesenen Bücher vorstellen, mit euch diskutieren und mich austauschen.

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