• Psychothriller, Thriller

    Rezension: Ich beobachte dich

    #NetGalleyDE #Ichbeobachtedich

    Ich beobachte dich

    Roman

    von Chevy Stevens

    Fischer Taschenbuch

    Inhalt

    Du hast ihn geliebt. Du hast ihm vertraut.
    Deshalb weißt du, wie gefährlich er ist.
    Aber deine Tochter glaubt dir nicht.
    Denn er ist ihr Vater.
    
    Lindsay, Andrew und Sophie, eine Bilderbuchfamilie, doch nur nach außen hin. Hinter verschlossen Türen, beherrscht der Alkohol Andrew. Das war nicht immer so, doch für Lindsay und ihre Tochter bedeutet dies die Hölle auf Erden. Eines Tages gelingt es Lindsay, sich zusammen mit Sophie aus dieser Hölle zu befreien. Auf der Suche nach seiner Fau verursacht Andrew betrunken einen Unfall. Er wird für 10 Jahre hinter Gitter gesperrt. Lindsay lebt mittlerweile mit Sophie in Dogwood Bay, Kanada, akribisch hat sie alle Spuren hinter sich verwischt. Nun kommt Andrew wieder frei, wird er sie finden?
    
    

    Meine Meinung

    Dies war mein erstes Buch von Chevy Stevens, ganz bestimmt jedoch nicht mein letztes 🙂

    Erzählt wird das Buch im Wechsel aus Lindsays und Sophies Sicht, so gelingt es Chevy Stevens, die Gefühle und Gedanken der beiden, perfekt auf den Leser zu übertragen. Durch Rückblicke in die Zeit vor der Flucht, bekommt man ein sehr gutes Bild von Andrew gezeichnet. Durch Rückblenden in die Vergangenheit bekommt ein sehr guten Gesamtüberblick über die ganze Situation. Eine beklemmende Atmosphäre legte sich von Anfang an über mich, ich spürte die Angst die von Lindsay ausging, konnte aber auch Sophies Gefühle sehr gut nachvollziehen. Alkohol und Gewalt so wie folgen daraus, werden hier nicht verherrlicht, sondern dem Leser leicht und doch eindringlich näher gebracht.

    Ein durchweg spannender Thriller, der emotional mit einem spielt. Von mir gibt es 4 von 5* und eine Empfehlung.

  • Allgemein,  Belletristik,Roman,liebe,Selbstfindung

    Rezension: Ganz dringend ans Meer

    Ganz dringend ans Meer von [Susanne Pavlovic]

    Ganz dringend ans Meer 

    von Susanne Pavlovic

    Wanjetschka Bolschakow, genannt Wanja, eine ehemaliger Drogendealer, wird nach sechseinhalb Jahren wegen guter Führung frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Sein größter Wunsch ist es, ein normales Leben zu führen. Einen Job und eine Wohung zu haben, und ganz neu anzufangen. Doch so einfach ist das gar nicht. Wanja ist völlig überfordert, doch er versucht sein bestes zu geben. Als er auf den kleinen völlig verwahrlosten Felix trifft, ist eines klar, der Junge braucht einen Beschützer, jemand der sich um ihn kümmert…..

    Meine Meinung

    Eine Geschichte, die mich sprachlos und sehr nachdenklich zurückgelassen hat. In sanften, stellenweise harten realistischen Tönen, greift Susanne Pavlovic verschiedene Themen auf, die sich meist am Rande unserer Gesellschaft abspielen, und die man als Normaler Bürger eher selten mitbekommt. Tief getroffen hat mich dabei die Geschichte des kleinen Felix, der seinen Mama verloren hat und nun in schlimmsten Verhältnissen haust. Wanja, der nach seiner Zeit im Gefängnis, einen Neuanfang wagen will, weg aus dem Milieu, nimmt sich dem 6 jährigen an.

    Einfühlsam und doch eindringlich, beschreibt die Autorin, die Geschichte von Wanja und Felix. Man spürt ganz deutlich, das zarte Band, welches die Beziehung von dem großen Mann und dem kleinen Jungen festigt. Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet. Man hat ein klares Bild der beiden vor Augen. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die mich ab und zu schmunzeln ließ, mir aber auch einige Tränen abverlangte.

    Ein Buch das tief berührt, nachdenklich stimmt. Wenn man den Blick über den Tellerrand hebt, sieht man vieles anders. Sehr gerne vergebe ich eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 *

    Vielen Dank an Susanne Pavlovic und die Bloggerlounge