• Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Die Republik

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    Die Republik: Roman

    von Maxim Voland | 26. Oktober 2020

    Piper Verlag

    Inhalt

    Was wäre, wenn … Maxim Voland schreibt die deutsche Nachkriegsgeschichte neu! Europa, 1949: Die neu gegründete DDR umfasst nach einem unglaublichen Coup das gesamte deutsche Staatsgebiet, mit  Ausnahme des westlichen Teils von Berlin. Gegenwart: Die DDR ist führende europäische Macht – ein hochmoderner Überwachungsstaat mit einem glücklichen Volk. So scheint es. Während internationale Agentenorganisationen im autonomen West-Berlin ihre Pläne schmieden, wird die DDR von einem furchtbaren Vorfall erschüttert: Über den Platz der Akademie zieht eine Giftgaswolke und fordert zahlreiche Tote. Ein Unfall? Ein Anschlag? Welche Macht steckt dahinter? Ein desillusionierter Stasi-Oberst, der französische Dolmetscher Christopher und die junge DDR-Bürgerin Alicia geraten in eine Verschwörung gigantischen Ausmaßes, die das Ende Europas bedeuten könnte …

    Meinung

    “ Die Republik “ ist ein Buch, das seine Zeit braucht um auf den Leser zu wirken. Ganz wichtig dabei ist, das man dein persönlichen Bild der “ Bundesrepublik Deutschland “ außen vor lässt, nur so kann die Geschichte ihre ganze Wirkung entfalten.

    Schnell nimmt die Story an Spannung und rasantem Tempo zu. Stellenweise fühlte ich mich in einem Actionfilm. Agenten hier, Geheimdienste da und ich mittendrin, damit beschäftigt die aufkeimenden Vergleiche mit der Realität abzuwehren. Oftmals fragte ich mich, wieviel Realität tatsächlich in das fiktive Szenario eingeflossen ist. Was wäre, wenn es tatsächlich so ablaufen würde? Eine Frage die mich schon eine ganz Weile beschäftigt. Eine Antwort darauf, werde ich wohl nicht finden.

    Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein Stasi Oberst, ein MI6 Agentin aus Kananda und ein Franzose mit deutschen Wurzeln. Alle durchweg gut gezeichnet, jeder mit seinen Ecken und Kanten ausgestattet. Den einen mochte man mehr, den anderen weniger. Gefehlt hat mir dabe jedoch, die politische Ebene, sie war zwar vorhanden, doch da hatte man gerne noch etwas tiefer gehen können. Die verschiedenen Handlungen, lässt der Autor geschickt miteinander verschmelzen, leider fällt da dafür das Ende enorm flach aus.

    Insegesamt eine spannende und rasante Story, die sehr zum nachdenken anregt. Gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Du stirbst allein

    Du stirbst allein: Thriller von [Simon Geraedts]

    Du stirbst allein: Thriller 

    von Simon Geraedts  (Autor) 

    Meinung

    Nach dem Tod ihres Vaters, sortieren Hanna und ihr Bruder den Nachlass. Auf dem Dachboden finden die beiden ein verblichenes Foto. Beim Anblick des Fotos werden shmerzhafte Erinnungen wach. Hannas Mutter ist vor 17 Jahren im Wattenmeer ertrunken, Selbstmord. Als Hanna das Foto dem Rahmen entnimmt, findet sie einen Schlüssel und eine mit Blut geschriebene Botschaft, KLLT steht auf der Rückseite. Hanna, die davon überzeugt ist, das der Tod ihrer Mutter kein Selbstmord war, macht sich auf den Weg nach Borkum, um herauszufinden, was es mit dem Schlüssel und dem Tod ihrer Mutter tatsächlich auf sich hat. Dabei stößt sie auf ein düsteres Geheimnis….

    Simon Geraedts schaffte ein so düstere Atmosphäre, das man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann. Seite für Seite fliegt einfach so dahin. Schnell findet man sich an Hannas Seite wieder, betritt mit ihr Borkum und wird von einer Spannung erfasst, die jede Nervenfaser des Körpers in Anspruch zu nehmen scheint. Es entstehen Bilder im Kopf, die sich langsam zu einem Film entwickeln. Hanna ist als Protagonistin sehr gut gezeichnet, lebendig, authentisch und doch hat man stellenweise das Gefühl, das sie sich in etwas hineinsteigert, das gar nicht da ist. Raffinierte Wendungen, Blicke auf die Sicht des Täters und ein Geheimnis, das grauenvoller nicht sein könnte, lassen den Leser nicht mehr los. Das Ende ist grandios. Der Epilog hat mir dann noch ein, zwei Tränchen abverlangt.

    Fazit

    Ein gelungener Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen konnte. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und 5*