• Belletristik,Roman,liebe,Selbstfindung

    Rezension: Das Lächeln am Rand der Welt

    Das Lächeln am Rand der Welt: Eine Camino Rhapsodie 

    von Knud Hammerschmidt

    Klappentext

    Man sagt, der Camino gibt den Pilgern Antworten.
    Aber was ist, wenn man Antworten auf Fragen erhält, die man nie gestellt hat?

    Drei Pilger auf ihren Wegen durch das nordspanische Galicien.
    Pastor Vinzenz, der sein bisheriges Leben radikal in Frage stellt.
    Die unkonventionelle, lebenserfahrene Nonne Miriam, die weiß, dass auch kurz vor Schluss noch viel passieren kann.
    Mercedes, eine kluge, schöne Frau, vom Leben etwas zerzaust, aber bereit sich auf alles einzulassen, was da kommen mag.

    Ein Jakobsweg-Roman über Mut, Freundschaft, Liebe und die vielen wunderbaren, liebenswerten und skurrilen Menschen, die den Camino de Santiago, den Jakobsweg, ausmachen.

    Meinung

    Drei Menschen, zwei Wege, ein Ziel. Santiago de Compostela.

    Pastor Vinzenz der mit seinem Glauben hadert, trifft auf seinem Weg Nonne Miriam, seine einstige große Liebe. Miriam , eine Frau die viel erlebt hat, sehr klug ist und einiges an Lebenserfahrung mit sich bringt. Mercedes, getrennt von ihrem Mann, macht sich auf den Weg um zu sehen was sie erwartet.

    Kennt ihr den Jakobsweg? Seid ihr ihn schon gegangen? Ich kenne ihn rein vom Namen her, selbst gegangen bin ich ihn nicht, ob es jemals dazu kommt, kann ich nicht sagen. Was ich jedoch sagen kann ist, das man nach dem Lesen des Buches, das Gefühl hat, mit den Weg gemeinsam mit den Protagonisten gegangen zu sein. Der Schreibstil ist wundervoll flüssig. Erzählt wird im Wechsel der Protagonisten. Dies sorgt für einen gelungenen Spannungsaufbau, und gibt zeitgleich tiefe Einblicke in die jeweilige persönliche Geschichte der drei. Geschickt lässt der Autor Humor an den richtigen Stellen einfließen ohne dabei die Tiefgründigkeit zu verlieren.

    Eine informative, spannende und zugleich berührende Geschichte, die mir wundervolle Bilder vor Augen zauberte und mich mit einem lachenden und weinenden Auge zurückließ. Ein Buch das nicht nur für Pilger lehrreich ist. Trau Dich, und gehe den Weg gemeinsam mit Vinzenz. Miriam und Mercedes. Es lohnt sich. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5*

  • Allgemein,  Belletristik,Roman,liebe,Selbstfindung

    Rezension: Ganz dringend ans Meer

    Ganz dringend ans Meer von [Susanne Pavlovic]

    Ganz dringend ans Meer 

    von Susanne Pavlovic

    Wanjetschka Bolschakow, genannt Wanja, eine ehemaliger Drogendealer, wird nach sechseinhalb Jahren wegen guter Führung frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Sein größter Wunsch ist es, ein normales Leben zu führen. Einen Job und eine Wohung zu haben, und ganz neu anzufangen. Doch so einfach ist das gar nicht. Wanja ist völlig überfordert, doch er versucht sein bestes zu geben. Als er auf den kleinen völlig verwahrlosten Felix trifft, ist eines klar, der Junge braucht einen Beschützer, jemand der sich um ihn kümmert…..

    Meine Meinung

    Eine Geschichte, die mich sprachlos und sehr nachdenklich zurückgelassen hat. In sanften, stellenweise harten realistischen Tönen, greift Susanne Pavlovic verschiedene Themen auf, die sich meist am Rande unserer Gesellschaft abspielen, und die man als Normaler Bürger eher selten mitbekommt. Tief getroffen hat mich dabei die Geschichte des kleinen Felix, der seinen Mama verloren hat und nun in schlimmsten Verhältnissen haust. Wanja, der nach seiner Zeit im Gefängnis, einen Neuanfang wagen will, weg aus dem Milieu, nimmt sich dem 6 jährigen an.

    Einfühlsam und doch eindringlich, beschreibt die Autorin, die Geschichte von Wanja und Felix. Man spürt ganz deutlich, das zarte Band, welches die Beziehung von dem großen Mann und dem kleinen Jungen festigt. Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet. Man hat ein klares Bild der beiden vor Augen. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die mich ab und zu schmunzeln ließ, mir aber auch einige Tränen abverlangte.

    Ein Buch das tief berührt, nachdenklich stimmt. Wenn man den Blick über den Tellerrand hebt, sieht man vieles anders. Sehr gerne vergebe ich eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 *

    Vielen Dank an Susanne Pavlovic und die Bloggerlounge


  • Belletristik,Roman,liebe,Selbstfindung

    Rezension: Konfetti im Winter

    Konfetti im Winter: Ein Sylt-Roman 

    von Katharina Mosel

    Inhalt

    „Du musst Konfetti in dein Leben bringen, es bunt und lebenswert gestalten.

    Nach dem Tod ihres Mannes flieht die fünfzigjährige Zoey nach Sylt. Alles scheint ohne Sinn. Doch dann trifft sie am Strand auf die Künstlerin Marlene, die mit ihrem Hund mitten im Nordsee-Idyll wohnt. Marlene macht sie mit dem Witwer Moritz bekannt und führt sie nicht nur damit in Versuchung …
    Wird Zoey in ihr Leben zurückfinden? Oder doch ein ganz anderes entdecken?

    Meine Meinung

    Der Verlust eines geliebten Menschen ist ein harter Schlag für jeden. Nach dem Tod von Leander, flüchtet sich die fünfzigjährige Zoey auf die Insel Sylt. Die Zeit möchte sie nutzen um wieder zu sich selbst zu finden. Am Strand trifft sie auf Marlene und ihren treuen Vierbeiner Max. Marlene ist nicht nur eine begnadete Künstlerin, oh nein, sie schafft es auch den Menschen in ihrem Umfeld wieder Freude am Leben zu vermitteln. Auch bei Zoey, für die alles nur noch trist und grau war.

    Ein Buch, welches mich aus meinem Alltag hinweg getragen hat.Schnell befinde ich mich mitten in der Handlung, die dank Marlene und Ihrem einvernehmenden Wesen zu etwas ganz besonderem wurde. Mit Zoey wurde ich leider nicht warm. Sie wirkte auf mich ziemlich naiv, was für mich und meiner persönlichen Vorstellung einer reifen Frau, nicht so ganz zusammenpassen wollte.

    Der flüssige Schreibstil, die einfühlsame Erzählung und das wundervoll beschriebene Setting “ Sylt im Winter „, zauberte mir wundervolle Bilder vor Augen. Besonders das ernste Thema, welches die Autorin aufgreift, regt zum nachdenken an, denn wer macht sich schon wirklich Gedanken darüber, was nach dem Verlust des geliebten Partners mit einem selbst passiert?

    Fazit

    Katharina Mosel zeigt mit “ Konfetti im Winter “ das es auch nach einem schweren Verlust noch ein Leben gibt, man darf nur den eigenen Mut nicht verlieren. Sehr gerne vergebe ich 4 von 5* und eine Leseempfehlung.

    Vielen Dank an Katharina Mosel für das Rezensionsexemplar.

  • Belletristik,Roman,liebe,Selbstfindung

    Rezension: only you

    only you

    von Heike Ribguth 

    Inhalt

    Nach ihrem abgeschlossenen Medizinstudium träumt Julie von allen möglichen Dingen, bloß nicht von Typen mit harten Muskeln und großer Klappe. Und schon gar nicht von einem Macho, der als Profifootballer in der National Football League spielt. Sie muss dem Geheimnis ihrer verstorbenen Mutter auf den Grund gehen und ihren verloren geglaubten Vater finden. Doch der letzte Brief von ihm, auf dem seine Adresse steht, ist viele Jahre alt. Julie riskiert es trotzdem, sich in den nächsten Flieger in die USA zu setzen, um ihn zu suchen. Blöd nur, dass das einzige erschwingliche Strandhaus in Newport Beach genau dem Typen gehört, dem sie gleich bei der ersten Begegnung wegen seiner Unverschämtheiten an die Gurgel springen will.

    Meine Meinung

    In “ only you “ begleiten wir Julie auf der Suche nach ihrem Vater. Ihr Weg führt sie in die USA nach Newport Beach. Über AirBnB mietet sie ein günstiges Cottage, direkt am Pazifik. Einziger Haken dabei ist, das sie sich um den Sohn der Vermieterin kümmern soll. Was Julie jedoch nicht weiß, das augenscheinliche Kind, ist ein ganzer Kerl. Ob sie den Aufgaben und vor allem den Gemeinheiten von Conner standhalten kann, und auch ihren Vater findet, das lest ihr am besten selbst.

    Schon die ersten Seiten lassen erahnen, das es neben Romantik auch einiges an Humor, aber auch Dramatik geben wird. Der gewohnt flüssige Schreibstil der Autorin, zog mich schnell in seinen Bann. Heike Ribguth vereint in ihrem Buch, Liebe und Drama, Humor und Ernsthaftigkeit, aber auch ein Familiengeheimnis, das es zu lüften gilt. Julie ist eine sehr sympathisch gezeichnete Protagonistin, deren Gefühlswelt direkt auf mich als Leser übertragen wurde. Conner, das vermeintliche Kind, ist eigentlich Profisportler, der aufgrund eines Unfalls auf Hilfe angewiesen ist. Nach außen ein echtes Ekelpaket, aber in seinem Innern ein sanftes Lämmchen. Auch bei ihm gelingt es der Autorin, die Gefühle perfekt auf den Leser zu übertragen.

    Gerne habe ich Julie auf ihrem Weg begleitet. Konnte lachen, weinen und mich einfach völlig treiben lassen. Die Beschreibung des Settings, zauberte mir wundervolle Bilder vor Augen, das blaue Cottage am Meer, hat es mir dabei am meisten angetan. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und 5 von 5* obendrauf.