• Allgemein,  Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Spiele

    Spiele

    von Bo Svernström

    rororo

    Inhalt

    Robert Lindström wird im Alter von 11 Jahren verletzt und bewusstlos aufgefunden. Neben ihm liegt die Leiche seines Freundes Max, der mit einem Stein erschlagen wurde. Der Verdacht fällt auf Robert, da auf dem Stein Spuren von ihm gefunden werden. Jetzt, 28 Jahre später gerät Robert wieder unter Verdacht. Ein elfjähriges Mädchen wird erschlagen aufgefunden. Robert, der nie verurteilt wurde, sich seit dem Tag aber in psychiatrischer Behandlung befindet, wird zum Hauptverdächtigen. Journalistin Lexa zweifelt die Tat an, nimmt Kontakt mit Robert auf, und ermittelt auf eigenen Faust. Da sie ein Buch über Robert schreiben möchte, stochert sie auch im alten Mordfall herum. Robert, der sich einfach an nichts erinnern kann, ist keine große Hilfe, gibt jedoch sein bestes. Als Lexa dann massiv bedroht wird, kommen der Polizei erstmals Zweifel an Roberts Schuld…..

    Meinung

    Auf Bo Svernström bin eher zufällig gestoßen. Nach einem kurzen überfliegen des Klappentextes, musste ich einfach zugreifen, und wisst ihr was? Ich habe es nicht bereut.

    Die Handlung ist enorm Komplex. Ich war von der ersten Seite gefesselt und am Ende dann total geflasht. Während die Handlung einmal in der 3.Person erzählt wird, lässt Svernström Robert die Vergangenheit größtenteils in der Ich Form erzählen, so was liebe ich ja, einen besseren Einblick zur Person, kann es fast nicht geben. Auch wenn mir Robert zu beginn nicht ganz geheuer war, hat er sich mit jedem Kapitel immer weiter in mein Herz geschlichen. Der Schreibstil ist ungemein flüssig mit einem enorm hohen Spannungsbogen. Svernström haut Wendungen rein, die einem so manches mal den Atem stocken lassen. Je mehr über das Leben von Robert erfährt, desto betroffener macht es einem.

    Für ich ein gelungener Thriller, der neben Spannung auch einiges an Tiefe besitzt und unterschwellig berührt. Gerne vergebe ich hierfür 5 von 5 *

    Danke an #NetgalleyDe

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Blutmariechen

    Blutmariechen 

    von Martina Straten (Autor)

    “ Sie tanzen ihren letzten Tanz – nur für ihn „

    Der 11.11.20 könnte kein passenderes Datum für das neueste Werk von Martina Straten sein.
    Gleich zu beginn lernt man Simon kennen. Ein Familienvater, der ein gut behütetes Geheimnis mit sich rumschleppt. Bis zu dem Tag, an dem seine Dämonen sich wieder melden und ihn antreiben, das zu tun, was er so lange unterdrückt hat….

    Wohoooo, was ist das bitte für ein genial konstruierter Thriller? Mir klopft noch immer das Herz ziemlich hoch. Durch das, dass man zu beginn schon weiß, wer hinter den absurden Taten steckt, ist man gespannt wohin einen die Geschichte führt. Martina Straten lässt uns tief in die geschundene Seele Simons blicken, zeigt uns, wie aus einem unschuldigen Kind ein Mensch heranwächst, der sich langsam zu einem Psychopathen entwickelt. Bildlich hat man vor Augen, wie sich aus einem Opfer, ein Täter entwickelt. Wie tief muss dieser Hass wohl sitzen, um zu solchen Taten fähig zu machen?

    Die Mädchen, die Simon auswählt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Jede wird sehr authentisch von der Autorin dargestellt. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die kurzen Kapitel tragen zu einem sehr guten Lesefluss bei. Die Kapitel sind immer mit dem Namen der jewiligen Person, sowie der Jahreszahl versehen. Ausserdem gibt es immer ein Zitat oder Sprichwort dazu, mit dem Bezug auf das tanzen.
    Der Spannungsbogen ist enorm hoch. Durch einige geschickte Wendungen, wird die Spannung bis zum Showdown auf einem Level gehalten, das zwischendurch echt atemlos macht. Das Ende ist völlig unvorhersehbar und ließ mich mehr als sprachlos zurück.

    Dieser Thriller ist so ganz anders, als alles was ich bisher gelesen habe. Ich bin überwältigt und hoffe darauf, schon bald wieder etwas von Martina Straten in Händen halten zu dürfen.

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Dein Tod geschehe

    Dein Tod geschehe: Thriller (Steinbach und Wagner 12)

    vonRoxann Hill

    Inhalt

    Anne, die sich zur erholung von einer Verletzung, noch in Italien befindet, wird zurückbeordert. Ein neuer, sehr mysteriöser Fall wartet auf sie und Paul Wagner. Die Leiche eines Mannes weist darauf hin, das sein Tod mit der Kirche in Verbindung stehen könnte….

    Meinung

    Endlich durfte ich den nunmehr 12.Fall rund um Anne Steinbach und Paul Wagner lesen. Einer der für mich nervenaufreibensten Fälle bisher. Wer Roxann Hill kennt, weiß, das sie sich gerne Themen aussucht, die gerne unter den Tisch gekehrt werde. So auch in “ Dein Tod geschehe „. Auf den Inhalt möchte ich gar nicht näher eingehen, da die Gefahr zu spoilern ziemlich groß ist. Von der ersten Seite an, baut die Autorin ein Spannung auf, die es mir unöglich machte das Buch zur Seite zu legen. Die Thematik , “ Exorzismus “ ist sehr gut beschrieben, mir stellten sich beim Lesen mehr als einmal die Nackenhaare. Anne und Paul, sind ein ziemlich ungleiches Ermittlerduo, die sich in jedem Band immer weiterentwickeln und die man einfach mögen muss. Je näher die beiden dem “ Befreier “ kommen, desto spürbarer wird das Unheil, welches über Anne und Paul schwebt.Grandiose Spannung, geniale Plottwists, die es mir dieses mal sehr schwer gemacht haben, den wahren Täter zu enthüllen.

    “ Dein Tod geschehe “ ist definitiv kein Roman für zwischendurch. Der Spannungsfaktor ist enorm hoch und definitiv nichts für das zarte Gemüt. Für mich persönlich, war dies der bisher beste Band aus der Reihe. Gerne spreche ich eine klare Empfehlung aus und vergeb 5 von 5 *

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Der Heimweg

    Der Heimweg: Psychothriller (Limitierte Sonderausgabe)

    von Sebastian Fitzek 

    Inhalt

    Wer das Datum seines Todes kennt, hat mit dem Sterben schon begonnen – der neue Bestseller von Sebastian Fitzek!

    Es ist Samstag, kurz nach 22.00 Uhr. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon. Ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die zu später Stunde auf ihrem Heimweg Angst bekommen und sich einen telefonischen Begleiter wünschen, dessen beruhigende Stimme sie sicher durch die Nacht nach Hause führt – oder im Notfall Hilfe ruft.
    Noch nie gab es eine wirklich lebensgefährliche Situation. Bis heute, als Jules mit Klara spricht.
    Die junge Frau hat entsetzliche Angst. Sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der sie schon einmal überfallen hat und der mit Blut ein Datum auf ihre Schlafzimmerwand malte: Klaras Todestag! Und dieser Tag bricht in nicht einmal zwei Stunden an …

    Geheimnisvoll, beklemmend, nervenaufreibend. Sebastian Fitzeks bislang unheimlichster Psychothriller.

    Meinung

    Dann werde ich auch mal meine Meinung zu Sebastian Fitzeks neuestem Werk “ Der Heimweg “ kundtun. Ich gehöre in die Riege derer, denen das Buch mega gut gefallen hat, vor allem nachdem mich einige Werke der letzten Jahre, nicht so wirklich überzeugen konnten.

    Die von Fitzek gewählte Thematik, ist hart, brutal und spielt ganz schön mit der Psyche der Leser. Häusliche Gewalt ist auch in der Realität nichts schönes, und ich finde es gut wenn man solche Themen aufgreift, insbesondere um auch die Menschen zu sensibilisieren hinzusehen, statt weg.

    Der Prolog hat schon ausgereicht, um das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Jules vertritt seinen Freund am Heimwegtelefon, da dieser ein Date hat. Als ein Anruf eingeht, ahnt er noch nicht, wie sich sein Leben verändern wird. Klara, die glaubt verfolgt zu werden, von jemanden der sie schon einmal überfallen hat, ruft ausversehen bei Jules auf dem Heimwegtelefon an. Das Gespräch entwickelt sich in eine Richtung, die mir stellenweise enorme Gänsehaut bereitet hat.

    Überwiegend wird aus der Sicht von Jules und Klara, erzählt. Dabei bekommt man als Leser Eindrücke vermittelt, die einem stellenweise die Haare zu Berge stehen lassen. Die Blicke hinter die Fassaden der Protagonisten, wirken unglaublich echt und realistisch. Mit Klara hatte ich unheimlich Mitleid, das was ihr widerfahren ist, wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind.

    Fitzek at his best, würde ich mal sagen. Diese Psychospiele, haben mich so in Besitz genommen, das ich das Buch in einem Rutsch lesen musste. Die aufgebaute Spannung, hat sich von der ersten, bis zur letzten Seite enorm hoch gehalten. Gefühlstechnisch bin ich durch alle Ebenen gewandert, von Faszination, bis hin zur Schockstarre war alles vertreten. Gänsehaut und dumpfes Herzklopen inklusive. Die geschickten Wendungen, ließen mich als man an meinem Verstand zweifeln, doch am Ende ergibt alles einen Sinn.

    Hier ist gar klar zu sagen, das dieses Buch nichts für zarte Gemüter ist. Wer sich für “ Der Heimweg “ entscheidet, muss sich klar darüber sein, das der Autor einen in Angst und Schrecken versetzen kann. Für mich eines der besten Werke von Sebastian Fitzek. Für echte Psychothriller Fans spreche ich gerne eine klare Empfehlung aus und vergeb 5 von 5*

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Klang des Feuers

    Klang des Feuers (Wiebke-Meinert-Thriller 2): Thriller

    von Mark Fahnert 

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    Über Mark Fahnert
    Biografie
    Mark Fahnert, Jahrgang 1973, ist seit 1990 bei der Polizei. Mehrere Jahre ermittelte er verdeckt als szenekundiger Beamter, bevor er bei der Autobahnpolizei im rasanten Einsatz seinen Dienst versah. Heute befasst er sich mit politisch und religiös motivierten Delikten. Durch seine lange und vielseitige Polizeilaufbahn ist er mit den Mechanismen der deutschen Sicherheitsbehörden bestens vertraut. Er lebt mit seiner Familie im Sauerland.

    Inhalt

    Das Schicksal nennt keine Gründe. Es schlägt einfach zu.

    Wiebke Meinert steht am Grab ihrer Schwester. Die Ermittlungen nach der Explosion von Saskias Wagen wurden eingestellt. Ein DNA-Test belegte eindeutig ihren Tod, die Akten sind seither unter Verschluss. Doch Wiebke spürt, dass ihre Zwillingsschwester lebt. Sie reist nach Hamburg und stellt inoffizielle Nachforschungen an, um die Schuldigen zu finden. Dabei stößt sie auf ein geheimes Netzwerk von Schmugglern, Politikern, Lobbyisten und Unternehmern. Alle haben eines gemeinsam: Sie wollen nicht, das Wiebke die Wahrheit erfährt, denn sie verdienen alle verdammt viel Geld mit Waffengeschäften …

    Meinung

    “ Klang des Feuers “ von Mark Fahnert ist der 2 Teil um Wiebke Meinert. Schon Band 1 “ Lied des Zorns “ hat mich enorm gefesselt, und ich war sehr gespannt wie mit Wiebke weitergeht. Tja, was soll ich schreiben, 415 Seiten in 6 Stunden, mit kurzeitiger Unterbrechung, sagen eigentlich alles aus.

    Da ich mir bewusst darüber bin, das alles was ich zum Inhalt schreiben möchte, enorm spoilern würde, lasse ich das lieber weg. Schon im ersten Teil, war ich ein großer Fan von Wiebke, was sich auch jetzt nicht geändert hat. Mark Fahnert hat mit ihr, eine außergewöhnliche Protagonistin erschaffen, die zwar enorme Ecken und Kanten hat, aber tief in ihrem Herzen, schlummert ein enorm weicher Kern. Auf der Suche nach den Mördern ihrer Zwillingsschwester Saskia, kratzt Wiebke an einem Nest, dessen Betreiber gar nicht erpicht darauf sind, entdeckt zu werden.

    Der Prolog erzeugt direkt eine Spannung, die mich sofort für sich einnahm, zeitgleich hatte ich auch wieder das Ende von Band 1 im Kopf. Nach den ersten Seiten war klar, das Buch kann ich nicht aus der Hand legen, zu gespannt war ich darauf zu erfahren, ob Wiebkes Gefühl sich bewahrheiten würde. Mark Fahnert führt den Leser wieder an unterschiedliche Orte der Welt. Ob nach Portugal, in den Sudan oder aber nach Deutschland. In kurzweiligen, enorm spannenden Kapitel, tauchen wir ein, in eine Welt, die man sich in seinen kühnsten Träumen nicht auszumalen vermag. Oftmals saß ich da, und überlegte ob das jetzt Fiktion oder tatsächlich Realität ist. Alleine schon der Beruf des Autors lässt vermuten, das wir uns in der Story ganz nah an der Realität wiederfinden.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und enorm bildgebend. Fahnert lässt die Handlungsorte vor den Augen des Lesers lebendig werden. Die Protagonisten sind durchweg lebendig und sehr authentisch gezeichnet. Die Thematik ist sehr gut gewählt, zeigt sie doch auf, welcher Machenschaften sich nicht nur die “ Bösen “ unserer Gesellschaft bedienen. Geld regiert die Welt, Waffen auch. Der Autor Mit “ Klang des Feuers “ ist Mark Fahnert ein wendungsreicher, spannender und vielschichtiger Thriller gelungen, der den Leser in Atem hält. Dank eines fiesen Cliffhanger zum Showdown, kann ich es kaum erwarten den 3. und finalen Teil in den Händen zu halte.

    Vielen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Verhasstes Blut

    Verhasstes Blut

    Ein Ruben-Hattinger-Thriller

    von Mark Franley

    Amazon Publishing Deutschland

    Inhalt

    Ein ermordetes Paar, eine vermisste Frau tot unter Zweigen versteckt, ein verstörter Junge, der eine Jacke aus menschlicher Haut trägt: Drei brutale Vorgänge im Thüringer Wald alarmieren Sonderermittler Ruben Hattinger. Er sieht Ähnlichkeiten mit einem Fall, der fünf Jahre zurückliegt, doch seitdem sitzt der Täter in einer psychiatrischen Klinik. Hat Ruben damals den Falschen überführt?

    Eigentlich ein exzentrischer Einzelkämpfer, wird der erfahrene Kommissar zur Teamarbeit gezwungen. Schon bald stößt seine neue Kollegin Eva Lange, die er von früher kennt, zwischenmenschlich an ihre Grenzen. Doch dann geschehen zwei weitere Morde, die alles von den beiden abverlangen.

    Meinung

    Mark Franley baut gleich von beginn an, eine düstere, beklemmende Spannung auf. Die düstere Atmosphäre des Thüringer Waldes hat sich sofort über mich gelegt, und mich auch kaum mehr losgelassen. Ich kannte von den handelnden Ermittlern bisher keinen, da es mein erstes Buch mit Ruben Hattinger war, definitiv jedoch nicht mein letztes. Hattinger ist eigentlich kein Teamplayer, das merkt man ihm direkt an, dennoch war der kauzige Ermittler, mir ziemlich schnell symphatisch. Der Schreibstil ist sehr flüssig und enorm bildgebend, zudem zaubert Mark Franley mit seiner Schreibweise, das Gefühl mittendrin zu stehen, statt auf dem Sofa zu sitzen. Richtig grausig wurde mir, als da der Junge auftaucht, mit eine Jacke aus menschlicher Haut, puh, da hat es mich mal kurz geschüttelt.

    Der Spannungsbogen ist von Anfang an gegeben, und hält sich auch das ganze Buch über sehr konstant hoch. Franley umschreibt nicht, sondern bringt das was er sagen möchte, kurz und knackig auf den Punkt. Genau mein Geschmack. Spannungsgeladener Thriller, der einem schon so manch grausige Momente beschert. Nicht unbedingt für die eher zarten Leser gedacht.

    Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe 5 von 5*

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Amissa – Die Verloren

    Amissa. Die Verlorenen

    Thriller

    von  Frank Kodiak 

    Droemer Knaur

    Inhalt

    Amissa. Die Verloren, aus der Feder von Frank Kodiak / Andreas Winkelmann, ist der Auftakt zu einer neuen vielversprechenden Thriller Reihe.

    Leila 17, fühlt sich nach dem Umzug mit ihren Eltern von Frankfurt nach Taubenheim unglücklich. Über eine Internetplattform lernt sie Peer kennen, der sie versteht und ihr immer zuhört. Nach einem Streit mit ihrem Vater, verlässt Leila wutentbrannt das Haus und verschwindet spurlos.

    Das Ehepaar Jan und Rica Kantzius, Privatermittler, sind auf dem Heimweg als sie in einen Stau geraten und Zeugen eines tragischen Unfalls werden. Ein junges Mädchen springt auf die Fahrbahn und verliert ihr Leben. Fast zeitgleich gibt es eine Detonation, in der Nähe der Raststätte. Alles deutet darauf hin, das der Mann das tote Mädchen entführt und sich erschossen hat. Jan und Rica nehmen die Ermittlungen auf….

    Meinung

    Was für ein Auftakt. Jetzt hoffe ich mal, das wir nicht zu lange auf die Fortsetzung warten müssen.

    Ein Umzug ist ein schwerwiegender Einschnitt ins Leben, gerade bei jugendlichen, die ihren Freundeskreis zurücklassen müssen. Da ist es wenig verwunderlich, dass sie sich, gerade in der heutigen Zeit, in den Sozialen Medien Luft verschaffen. Kodiak/ Winkelmann greift somit wieder ein brandaktuelles Thema auf, welches er in einen spannenden Thriller umsetzt, der sehr nahe an die Realität grenzt. Die Protagonisten Jan und Rica, gefallen mir persönlich sehr gut. Jan, als ehemaliger Polizist, scheut sich nicht auch mal härtere Bandagen auszufahren. Seine Frau Rica, hat er einst aus den Fängen einer Menschenhändler Bande, gerettet. Wegen ihres Aussehens, hat sie öfter mit Rassismus zu tun, doch schwerwiegender wiegen die folgen ihres traumatischen Erlebens von damals. Die beiden sind ein eingeschworenes Team. Lebendig und authentisch gezeichnet. Auch die Nebencharaktere nehmen ihren Raum komplett ein, sodass man am Ende genau weiß, mit wem man es zu tun hatte.

    Der Schreibstil lädt dazu ein, direkt in der Story zu versinken. Kodiak/ Winkelmann schafft es, den Leser so zu fesseln, das man sich fühlt wie ein Zuschauer, am Rande des geschehen. Spannungsgeladen von der ersten, bis zur letzten Seite. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Zwischendurch kommt in Kursivschrift gehalten, ein Mädchen zu Wort, bei dem es mir jedes mal eiskalte Schauer über den Rücken gejagt hat. Der enorm hohe Spannungsbogen, geschickte Wendungen und düstere Szenen, machen eine kurze Pause schwer.

    Fazit

    Ein packender Thriller, der aufweist wie gefährlich die Sozialen Medien tatsächlich sein können. Ein aktuelles Thema, das man nicht von der Hand weisen kann. Vielen Dank an die Verlagsgruppe Droemer. V

    Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 von 5*

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Wenn das Licht gefriert

    Wenn das Licht gefriert (Thriller im GMEINER-Verlag)

    von Roman Klementovic

    Meinung

    Wow, was für ein Buch. Aufmerksam darauf wurde ich durch Netgalley, da sprachen mich Cover und Klappentext direkt an. Nach der Zusage, fing ich auch gleich mit dem Lesen an-.

    40 Jahre sind Elisabeth und ihr Friedrich schon verheiratet. Mittlerweilen kümmert sich Elisabeth sich um ihren an Alzheimer erkrankten Mann. Trotz einiger Schicksalsschläge führten die beiden eine gute und glückliche Ehe. Eines Abends läuft im TV eine Sendung über ungeklärte Mordfälle. Unter anderem wird auch über den Tod von Anna, vor 22 Jahren berichtet. Anna war die Freundin ihrer Tochter, die man damals tot aus dem Moor geborgen hat. Als Annas Bild erscheint, fängt Friedrich an vor sich hin zu brabbeln, er erwähnt Details, die nie bekannt wurden. Elisabeth ist geschockt. Ist etwa Friedrich der Mörder von Anna?

    Ich habe das Buch gelesen und im Anschluss auch nochmal gehört. Als Hörbuch, hat es mir tatsächlich noch ein ticken besser gefallen, das die Sprecherin für eine unterschwellige gruselige Atmosphäre sorgte. Der Schreibstil ist ist sehr flüssig und nimmt den Leser schnell mit. Der Autor verknüpft grandiose Spannung mit enorm berührenden Szenen. Die Einblicke in Elisabeth Gedanken und Gefühlswelt, sind genial dargestellt, man bekommt nach und nach ein sehr gutes Bild ihr. Auch Friedrich und seine Erkrankung werden hier in einem Licht präsentiert, das zum nachdenken anregt. Mit geschickten Wendungen, treibt der Autor uns durch seine Geschichte, immer wieder finden sich neue Details zu dem Tod von Anna, und somit auch immer wieder neue Fährten. Für mich ein genialer Thriller, der neben seiner enormen Spannung auch das Herz angeregt hat, Blicke auf eine Krankheit gibt, die von vielen unterschäzt wird. Auch die Seite der Angehörigen wird hier nicht unter den Teppich gekehrt, sondern einem bildlich vor Augen geführt. Das eigentliche Ende, in Form der Auflösung kam früher als gedacht, da hätte ich dann das Ende vom Ende nicht mehr unbeding gebraucht. Dennoch gehört dieses Buch zu meinen Top 10 Thrillern 2020.

    Das einzige was mich wirklich gestört hat ist, die Stadt ohne Namen. Das finde ich sehr unpersönlich, denn ich möchte eigentlich schon gerne wissen, wo ich mich in einem Buch befinde.

    Gerne vergeb ich hier 5 von 5* für einen, wie ich finde ungewöhnlichen und gerade deswegen grandiosen Thriller.

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Die Republik

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    Die Republik: Roman

    von Maxim Voland | 26. Oktober 2020

    Piper Verlag

    Inhalt

    Was wäre, wenn … Maxim Voland schreibt die deutsche Nachkriegsgeschichte neu! Europa, 1949: Die neu gegründete DDR umfasst nach einem unglaublichen Coup das gesamte deutsche Staatsgebiet, mit  Ausnahme des westlichen Teils von Berlin. Gegenwart: Die DDR ist führende europäische Macht – ein hochmoderner Überwachungsstaat mit einem glücklichen Volk. So scheint es. Während internationale Agentenorganisationen im autonomen West-Berlin ihre Pläne schmieden, wird die DDR von einem furchtbaren Vorfall erschüttert: Über den Platz der Akademie zieht eine Giftgaswolke und fordert zahlreiche Tote. Ein Unfall? Ein Anschlag? Welche Macht steckt dahinter? Ein desillusionierter Stasi-Oberst, der französische Dolmetscher Christopher und die junge DDR-Bürgerin Alicia geraten in eine Verschwörung gigantischen Ausmaßes, die das Ende Europas bedeuten könnte …

    Meinung

    “ Die Republik “ ist ein Buch, das seine Zeit braucht um auf den Leser zu wirken. Ganz wichtig dabei ist, das man dein persönlichen Bild der “ Bundesrepublik Deutschland “ außen vor lässt, nur so kann die Geschichte ihre ganze Wirkung entfalten.

    Schnell nimmt die Story an Spannung und rasantem Tempo zu. Stellenweise fühlte ich mich in einem Actionfilm. Agenten hier, Geheimdienste da und ich mittendrin, damit beschäftigt die aufkeimenden Vergleiche mit der Realität abzuwehren. Oftmals fragte ich mich, wieviel Realität tatsächlich in das fiktive Szenario eingeflossen ist. Was wäre, wenn es tatsächlich so ablaufen würde? Eine Frage die mich schon eine ganz Weile beschäftigt. Eine Antwort darauf, werde ich wohl nicht finden.

    Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein Stasi Oberst, ein MI6 Agentin aus Kananda und ein Franzose mit deutschen Wurzeln. Alle durchweg gut gezeichnet, jeder mit seinen Ecken und Kanten ausgestattet. Den einen mochte man mehr, den anderen weniger. Gefehlt hat mir dabe jedoch, die politische Ebene, sie war zwar vorhanden, doch da hatte man gerne noch etwas tiefer gehen können. Die verschiedenen Handlungen, lässt der Autor geschickt miteinander verschmelzen, leider fällt da dafür das Ende enorm flach aus.

    Insegesamt eine spannende und rasante Story, die sehr zum nachdenken anregt. Gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Du stirbst allein

    Du stirbst allein: Thriller von [Simon Geraedts]

    Du stirbst allein: Thriller 

    von Simon Geraedts  (Autor) 

    Meinung

    Nach dem Tod ihres Vaters, sortieren Hanna und ihr Bruder den Nachlass. Auf dem Dachboden finden die beiden ein verblichenes Foto. Beim Anblick des Fotos werden shmerzhafte Erinnungen wach. Hannas Mutter ist vor 17 Jahren im Wattenmeer ertrunken, Selbstmord. Als Hanna das Foto dem Rahmen entnimmt, findet sie einen Schlüssel und eine mit Blut geschriebene Botschaft, KLLT steht auf der Rückseite. Hanna, die davon überzeugt ist, das der Tod ihrer Mutter kein Selbstmord war, macht sich auf den Weg nach Borkum, um herauszufinden, was es mit dem Schlüssel und dem Tod ihrer Mutter tatsächlich auf sich hat. Dabei stößt sie auf ein düsteres Geheimnis….

    Simon Geraedts schaffte ein so düstere Atmosphäre, das man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann. Seite für Seite fliegt einfach so dahin. Schnell findet man sich an Hannas Seite wieder, betritt mit ihr Borkum und wird von einer Spannung erfasst, die jede Nervenfaser des Körpers in Anspruch zu nehmen scheint. Es entstehen Bilder im Kopf, die sich langsam zu einem Film entwickeln. Hanna ist als Protagonistin sehr gut gezeichnet, lebendig, authentisch und doch hat man stellenweise das Gefühl, das sie sich in etwas hineinsteigert, das gar nicht da ist. Raffinierte Wendungen, Blicke auf die Sicht des Täters und ein Geheimnis, das grauenvoller nicht sein könnte, lassen den Leser nicht mehr los. Das Ende ist grandios. Der Epilog hat mir dann noch ein, zwei Tränchen abverlangt.

    Fazit

    Ein gelungener Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen konnte. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und 5*