• Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Blutmariechen

    Blutmariechen 

    von Martina Straten (Autor)

    “ Sie tanzen ihren letzten Tanz – nur für ihn „

    Der 11.11.20 könnte kein passenderes Datum für das neueste Werk von Martina Straten sein.
    Gleich zu beginn lernt man Simon kennen. Ein Familienvater, der ein gut behütetes Geheimnis mit sich rumschleppt. Bis zu dem Tag, an dem seine Dämonen sich wieder melden und ihn antreiben, das zu tun, was er so lange unterdrückt hat….

    Wohoooo, was ist das bitte für ein genial konstruierter Thriller? Mir klopft noch immer das Herz ziemlich hoch. Durch das, dass man zu beginn schon weiß, wer hinter den absurden Taten steckt, ist man gespannt wohin einen die Geschichte führt. Martina Straten lässt uns tief in die geschundene Seele Simons blicken, zeigt uns, wie aus einem unschuldigen Kind ein Mensch heranwächst, der sich langsam zu einem Psychopathen entwickelt. Bildlich hat man vor Augen, wie sich aus einem Opfer, ein Täter entwickelt. Wie tief muss dieser Hass wohl sitzen, um zu solchen Taten fähig zu machen?

    Die Mädchen, die Simon auswählt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Jede wird sehr authentisch von der Autorin dargestellt. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die kurzen Kapitel tragen zu einem sehr guten Lesefluss bei. Die Kapitel sind immer mit dem Namen der jewiligen Person, sowie der Jahreszahl versehen. Ausserdem gibt es immer ein Zitat oder Sprichwort dazu, mit dem Bezug auf das tanzen.
    Der Spannungsbogen ist enorm hoch. Durch einige geschickte Wendungen, wird die Spannung bis zum Showdown auf einem Level gehalten, das zwischendurch echt atemlos macht. Das Ende ist völlig unvorhersehbar und ließ mich mehr als sprachlos zurück.

    Dieser Thriller ist so ganz anders, als alles was ich bisher gelesen habe. Ich bin überwältigt und hoffe darauf, schon bald wieder etwas von Martina Straten in Händen halten zu dürfen.