• Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Niemand wird vergeben

    Niemand wird vergeben: Psychothriller 

    von Martin Krist  (Autor)

    Meinung

    “ Niemand wird vergeben “ ein Buch das ich erstmal sacken lassen musste.

    Zu beginn lernen wir Anna kennen, eine fröhliche junge Frau, die ihr Glück nicht nur in der Ehe mit ihrer Jugendlieben gefunden zu haben scheint, nein, sie lebt es auch auf Instagram aus. In jeder Zeile spürt man förmlich, wie glücklich Anna ist, wie sehr ihr Leben, ihre kleine Familie und Insta liebt. Bis zu dem Moment, als eine WhatsApp Nachricht ihr Glück erschüttertDiese Nachricht ist dein Tod „… Die Vergangenheit überollt Anna.

    Erst mal muss ich ich sagen, das es noch kein Autor geschafft hat, mir zu beginn eines Buches, insbesondere Psychothriller, Ohrwürmer zu verpassen. Die musikalischen Einlagen, sind einfach göttlich…. “ sing „. Doch das grauen lässt nicht lange auf sich warten. Martin Krist lässt nicht nur Anna vor Angst erzittern, oh nein, auch ich habe regelrecht mit gezittert. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, war so gefangen in der Story, das ich alles um mich herum vergaß. Ich durchlebte mit Anna eine Gefühlsachterbahn, die psychisch und physisch stellenweise so enorm war, das ich dachte, jetzt ist alles zu spät. Die Dämonen der Vergangenheit, kann man nicht einfach so abschütteln, haben sie dich einmal in ihren Fängen, bist du ihnen machtlos ausgeliefert…..

    Neben dem ungemein flüssigen und einvernehmenden Schreibstil, beweist Martin Krist auch enormes Fingerspitzengefühl. Neben den ungemein glaubwürdigen Charakteren, die sehr lebendig und authentisch gezeichnet sind, bekommen wir auch einen tiefen Einblick in die Psyche und was daraus entstehen kann.

    Spannung, Nervenkitzel und Gänsehaut sind hier vorprogrammiert. Ein Psychothriller, der anders ist, der Dramatisch und zugleich Herzzerreißend ist. Ich kann nur eines dazu sagen….. Wow.

    Von mir gibt es klare Leseempfehlung und 5* obendrauf.

    Danke lieber Martin.

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: PSYCHO-PAT: Was ist schon normal?

    PSYCHO-PAT: Was ist schon normal? 

    von Mari März  (Autor) 

    Klappentext

    WAS IST SCHON NORMAL?

    Patrizia Fischers bipolare Welt gerät erneut aus den Fugen, als ihre Mutter ausgerechnet den Mann heiraten will, der sie jahrelang missbrauchte.
    Wieder setzt sie ihre Medikamente ab, steigt in die Achterbahn der Gefühle und ist PSYCHO-PAT, die Rachegöttin. Mit ihrem Bruder Alex crasht sie die Hochzeitsparty im ehrenwerten Haus der Familie Fischer und trifft Patrick.
    Mit ihm begann alles. Mit ihm wird es enden.

    Findet Pat den ersehnten Frieden oder
    stürzt sie für immer in die dunklen Abgründe
    ihrer zerrissenen Seele?

    DON’T FUCKING TELL ME WHAT TO DO!
    Ein Roman über Rache, zwischen Licht und Schatten

    Meinung

    Da ist er nun, der zweite und somit auch letzte Teil rund um Patrizia Fischer, auch Psycho – Pat genannt. Ich will gar nicht viele Worte zum Inhalt selbst machen, denn auch dieses Buch von Mari März kann man kaum in eigene Worte fassen.

    Nach ihrem Absturz in Dänemark, lebt Pat bei ihrem Bruder Alex. Hier muss ich sagen, das ich diese besondere Bindung zwischen den Geschwistern bis tief in mein Herz hinein gespürt habe, denn auch ich habe eine solche Bindung zu meinem “ kleinen “ Bruder. Tief und unerschütterlich.

    Als Pat von der bevorstehenden Hochzeit ihrer Mutter erfährt, gerät ihre Welt erneut ins wanken, denn ausgerechnet ihr Peiniger, soll nun der neue “ Vater “ werden. An dieser Stelle hier, laufen mir gerade die Tränen wieder haltlos die Wangen hinab, denn ich kann es nicht glauben, das eine Mutter, die genau weiß, was der Mann an ihrer Seite getan hat, fähig ist solch einen Menschen tatsächlich zu heiraten. Wie eiskalt und abgeklärt muss man dazu bitte sein?

    Wir treffen auf alte Bekannte, die einen werden erschüttern, die anderen das Herz erfreuen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

    Auf schonungslose, offene und ehrliche Art und Weise, präsentiert Mari März uns den finalen Abschluss von Psycho – Pat aka Patrizia Fischer. Der Schreibstil ist wieder einmal phänomenal. Sanfte, leise Töne leiten den Beginn von etwas großem ein. Der gewaltige Paukenschlag lässt auch nicht lange auf sich warten, BÄÄÄÄÄÄM, und schon ist man mittendrin, in einem seelischen Gefühlschaos, das nicht mit Worten beschreiben lässt. Das ist einfach Mari März, die Frau, die schreibt was ihr auf der Seele brennt, die Frau, die Tabuthemen aufgreift um die Menschheit aufzuwecken. Wer den gängigen Mainstream sucht, ist hier falsch.

    Fazit

    Ich habe geweint, gelacht, enorm gelitten und am Ende der Geschichte mit einem zufriedenen Lächeln diese Rezension geschrieben. Ja, Mari polarisiert, doch Achtung, wenn man die Geschichte von Pat liest, nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Herzen und insbesondere zwischen die Zeilen, dann erkennt man, was diese Geschichte einem eigentlich wirklich sagen möchte.

    Dank liebe Mari, für den wundervollen Abschluss von Pat. Ich vergebe prunkvolle 5* und eine klare Empfehlung

  • Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Ich weiß wer du bist

    Ich weiß, wer du bist

    von Alice Feeney 

    Inhalt

    Willkommen in Aimees Welt – einer Welt, in der alles eine Lüge zu sein scheint und es doch eine Wahrheit gibt.
    Ich bin Aimee Sinclar, jemand, von dem Du denkst, Du kennst ihn. Nur woher? Ich bin Schauspielerin, Ehefrau. Aber eine Mörderin? Mein Ehemann ist spurlos verschwunden, und die Polizei glaubt, ich verheimliche etwas. Glaubt, ich hätte ihn umgebracht. Obendrein scheint jemand zu wissen, woher ich komme, wer ich bin, was ich getan habe.
    Du lebst die Lüge, hast es immer getan, Dich immer als jemand anderes ausgegeben. Aber das ist nichts Neues, oder? Du hast schon oft gelogen. Immer. Die Lügen, die wir uns selbst auftischen, sind die gefährlichsten.

    Meine Meinung

    Wow, was war des denn bitte? Ein richtig perfider Psychothriller, der mich überzeugen konnte. In “ Ich weiss wer du bist “ tauchen wir ein in Aimees Welt, doch dort ist nichts wie es scheint. As sie von der Arbeit nach hause kommt, ist ihr Mann Ben verschwunden. Die Polizei nimmt die Suche auf. Am nächsten sind Aimees Kreditkarten gesperrt. Doch wer hat das Geld? Wo ist Aimees Mann? Was ist Lüge und was Wahrheit? Diese Frage beschäftigte mich durchgängig.

    In diesem Psychothriller ist nichts wie erscheint. Erfrischend anders, sehr perfide mit dem perfekten Maß an Spannung. Erzählt wird aus Aimees Sicht in der Ich – Form. Durch ihre inneren Monologe, gewährt sie uns als Lesern, einen perfekten Blick in ihre Gedankenwelt. Schnell fühlt man sich Aimee nah, denkt man weiß wie sie tickt. Ziemlich früh erkennt man, das Aimee nicht nur von Beruf Schauspielerin ist, sondern ihr ganzes Leben ein einziges Schauspiel war. Schon in ihrer Kindheit musste sie in verschiedene Rollen schlüpfen. Irgenwann wusste ich selbst nicht mehr, was nun Wahrheit oder Lüge war.

    Das Buch liest sich gerade so weg, die Spannung ist dank kurzer Kapitel und Cliffhanger, immer gegeben. Man fühlt sich wie auf einer Achterbahn, gelungene Twists, die einen komplett fesseln. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Für mich ein perfekter Psychothriller, der mich überzeugen konnte. Sehr gerne spreche ich eine Empfehlung aus und vergebe 5 von 5 *

    Danke an den Rowohlt Verlag.

  • Allgemein,  Krimi, Thriller,Psychothriller

    Rezension: Die Nachbarin

    Caroline Corcoran

    Die Nachbarin

    Thriller

    448 Seiten

    Erscheinungstermin: 10. August 2020

    Inhalt

    In Lexies Leben scheint alles perfekt: Sie liebt ihren Freund Tom, die beiden planen eine Familie, und sie wohnen in einem eleganten Apartment mitten in London, das keine Wünsche offen lässt. Doch Lexies Idylle trügt. Wenn sie allein ist, lauscht sie den Geräuschen aus der Nachbarwohnung. Und stellt sich dabei das mondäne Leben ihrer Nachbarin vor …

    Harriet führt ein ausschweifendes Leben voller wilder Partys, ihr Leben ist ein Abenteuer. Nur selten gesteht sie sich ein, wie unglücklich sie in Wahrheit ist. Sie wünscht sich einen Freund wie Tom. Sie möchte das Leben ihrer Nachbarin Lexie. Und sie ist bereit, alles zu tun, damit dieses Leben ihr gehört …

    Meine Meinung

    Während ich das Buch gelesen habe, achtete ich noch genauer auf die Geräusche meiner Nachbarn. Jetzt im Sommer, ist das ja kein Problem 🙂 Wir selbst leben in einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, da hört man schon so manches, vor allem wenn man genau hinhört. Genau das war auch einer der Gründe, weshalb ich aus der Stadt und seinen Mehrfamilienhäusern weg wollte.

    Mit “ Die Nachbarin “ bekam ich subtilen Psychothrill, der sich recht langsam entwickelt. Auf der einen Seite gibt es Lexie, deren Leben perfekt zu sein scheint. Doch tatsächlich trügt der Schein. Auf der anderen Seite steht Harriet, deren Leben durch eine Trennung durcheinander gewirbelt wird. Obwohl die beiden Frauen direkt nebeneinander wohnen, kennen sie sich persönlich nicht, und doch neidet jede der anderen ihr Leben.

    Erzählt wird im Wechsel, jeweil aus der Sicht der Frauen. Hier zeigt die Autorin gekonnt, zu was man alles fähig sein kann, wenn einem der Neid zerfrisst, doch leider fehlt es dabei an Spannung und durch Wiederholungen seitens der Autorin, wird es stellenweise auch echt langweilig. Auch wenn es zwischendrin an Spannung und Nervenkitzel gefehlt hat, konnte mich das Ende doch noch überzeugen, denn da geht es dann doch rasant zu.

    Auch wenn es mir stellenweise zu langatmig und teils auch langweilig war, so möchte ich dennoch eine Empfehlung aussprechen. Wer gerne Spannuungsbücher mag, die eher seicht verlaufen, ist hiermit gut beraten. Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

    Danke an den Heyne Verlag.